Deutschlandticket für Schüler 2026 - Preise und Regeln in allen 16 Bundesländern

63 Euro kostet das Deutschlandticket seit Januar 2026, und für ein Schulkind in München oder Magdeburg bleibt es genau bei diesem Preis. Ein Hamburger Schüler fährt dagegen für null Euro durch ganz Deutschland, ein Kind im Kreis Pinneberg für 21 Euro, eines in Erfurt für 38 Euro. Der Unterschied liegt nicht am Kind, sondern am Wohnort: Ein bundesweites Schülerticket gibt es nicht, jedes Land, oft sogar jeder Landkreis, entscheidet selbst.
Nur fünf Länder bezuschussen ein bundesweit gültiges Deutschlandticket auch für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen. In vier weiteren sparen ausschließlich Azubis. Und in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt oder Thüringen bekommt ein Kind das Ticket praktisch nur über den Anspruch auf Schülerbeförderung, der an Kilometergrenzen hängt. Wer das System kennt, spart im Jahr schnell mehrere hundert Euro pro Kind.
Der Rahmen: 63 Euro, Abo, bundesweit außer im Fernverkehr
Die Verkehrsminister der Länder haben den Preis am 18. September 2025 einstimmig von 58 auf 63 Euro angehoben. Seit dem Start im Mai 2023 mit 49 Euro sind das rund 29 Prozent mehr. Der Bund zahlt nach dem im November 2025 geänderten Regionalisierungsgesetz von 2026 bis 2030 jährlich 1,5 Milliarden Euro Ausgleich, die Länder legen denselben Betrag drauf. Dieser Zuschuss ist bis 2030 eingefroren, was erklärt, warum der Preis künftig automatisch steigt.
Die Regeln, die für jedes Deutschlandticket gelten, auch für die vergünstigten Schülervarianten:
- Nur im Abo. Es gibt keine Einzelmonate, das Abo verlängert sich automatisch. Gekündigt werden kann monatlich, die Kündigung muss bis zum 10. eingehen, dann endet das Ticket zum Monatsende.
- Nahverkehr, 2. Klasse. Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress im ganzen Land. Nicht enthalten: ICE, IC, EC, FlixTrain und FlixBus.
- Eine Person, keine Mitnahme. Das Ticket ist nicht übertragbar. Kinder unter sechs Jahren fahren ohnehin kostenlos, ältere brauchen ein eigenes Ticket. Einzige Ausnahme ist das Junge-Leute-Ticket im Saarland, das bis zu drei Kinder unter sechs mitnimmt.
- Fahrrad extra. Für das Rad gelten die Regeln des jeweiligen Verbunds. Im VRR kostet die Fahrradmitnahme 4,60 Euro pro Fahrt, in Baden-Württemberg, Hessen oder Rheinland-Pfalz ist sie laut Finanztip kostenlos.
Die 16 Bundesländer im Vergleich
Die Tabelle zeigt, was ein Kind an einer allgemeinbildenden Schule ohne Anspruch auf Schülerbeförderung monatlich zahlt (Stand September 2026). Wo das Land nur ein regionales Ticket hat, steht das dabei, denn das ist der häufigste Irrtum: Das Schülerticket Hessen oder das sächsische Bildungsticket sind günstig, gelten aber nicht in Berlin oder an der Nordsee.
| Land | Angebot für Schüler | Preis pro Monat | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| Hamburg | hvv Deutschlandticket für Schüler | 0 Euro | bundesweit |
| Schleswig-Holstein | Deutschland-Schulticket, Preis je Kreis | 21 bis 43 Euro | bundesweit |
| Nordrhein-Westfalen | DeutschlandTicket Schule, wenn der Schulträger es anbietet | 43 Euro, mit Anspruch 14 / 7 / 0 Euro | bundesweit |
| Saarland | Junge-Leute-Ticket | 44,40 Euro | bundesweit |
| Baden-Württemberg | D-Ticket JugendBW | 45 Euro (540 Euro im Jahr) | bundesweit |
| Sachsen | BildungsTicket | 15 Euro | nur im eigenen Verbund |
| Berlin | Schülerticket Berlin | 0 Euro | nur Tarifbereich AB |
| Bremen | TIM, das junge Abo-Ticket | 31,50 Euro | nur VBN-Gebiet |
| Hessen | Schülerticket Hessen | 33,80 Euro (398 Euro im Jahr) | nur Hessen plus Übergangsgebiete |
| Bayern | kein Landesrabatt für Schüler, Ermäßigungsticket nur für Azubis | 63 Euro | bundesweit |
| Niedersachsen | kein Landesrabatt, regional etwa Hannover Jugend 35,40 Euro | 63 Euro | bundesweit |
| Mecklenburg-Vorpommern | kein Landesrabatt, Azubi-Ticket 43 Euro nur für Berufsschüler | 63 Euro | bundesweit |
| Brandenburg | kein Landesrabatt, Zuschuss nur für schulische Ausbildung | 63 Euro | bundesweit |
| Rheinland-Pfalz | nur über Schülerbeförderung, dann als Chipkarte vom Kreis | 63 Euro | bundesweit |
| Sachsen-Anhalt | nur über Schülerbeförderung einzelner Landkreise | 63 Euro | bundesweit |
| Thüringen | nur kommunal: Erfurt 38, Ilm-Kreis 34, Jena 42 Euro | 63 Euro | bundesweit |
Fünf Länder mit echtem Schüler-Deutschlandticket
Hamburg ist am weitesten gegangen. Seit dem 1. September 2024 bekommen alle Schülerinnen und Schüler mit Hauptwohnsitz in der Stadt das hvv Deutschlandticket für Schüler kostenlos, mehr als 210.000 Kinder und Jugendliche. Bestellt wird ausschließlich online. Bis 15 Jahre reicht die Bestellung durch die Eltern ohne Nachweis, ab 16 muss die Schule die Berechtigung bestätigen. Wer im Umland wohnt und in Hamburg zur Schule geht, geht leer aus, für ihn zählt der Wohnort.
Nordrhein-Westfalen hat mit dem DeutschlandTicket Schule das größte Angebot, aber mit einem Haken: Ob eine Schule es ausgibt, entscheidet der Schulträger, meist die Kommune. Selbstzahler bezahlen 43 Euro, also 20 Euro unter dem Normalpreis. Wer Anspruch auf Schülerbeförderung hat, zahlt nur den Eigenanteil von 14 Euro für das erste Kind, 7 Euro für das zweite und nichts ab dem dritten. Das Ticket gilt rund um die Uhr, am Wochenende und in allen Ferien, bestellt wird über das Schulsekretariat.
Schleswig-Holstein gibt beim Deutschland-Schulticket mindestens 20 Euro Rabatt, die Kreise dürfen mehr zuschießen. Kiel, Lübeck, Flensburg, Neumünster, Nordfriesland, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Plön und Stormarn liegen bei 43 Euro, Ostholstein und Steinburg bei 38, Schleswig-Flensburg bei 29. Pinneberg, Segeberg und Herzogtum Lauenburg verlangen nur 21 Euro. Der Kreis Segeberg hat dafür zum 1. August 2026 die Entfernungsgrenzen abgeschafft: Statt rund 7.000 bekommen jetzt etwa 26.000 Schüler das Ticket, die Eltern tragen ein Drittel.
Baden-Württemberg verkauft das D-Ticket JugendBW als Jahresabo für 540 Euro, monatlich abgebucht mit 45 Euro. Unter 21 braucht es keinen Nachweis, bis einschließlich 26 Jahre reicht die Schul- oder Ausbildungsbescheinigung. Nach dem ersten Jahr ist das Abo monatlich kündbar, bei Umzug oder Ausbildungsende gibt es ein Sonderkündigungsrecht.
Das Saarland bietet das Junge-Leute-Ticket für 44,40 Euro, nur als Chipkarte, für Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende mit Wohnsitz im Land.
Wo nur Azubis sparen
Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg haben Rabatte auf das Deutschlandticket eingeführt, die auf den ersten Blick nach Jugendticket aussehen. Das Bayerische Ermäßigungsticket für 43 Euro schließt Grund-, Mittel-, Realschule und Gymnasium ausdrücklich aus. Es gilt für Azubis mit Ausbildungsvertrag, Berufsschüler, Studierende und Freiwillige. Dasselbe Muster beim Deutschlandticket Azubi in Mecklenburg-Vorpommern für 43 Euro und in Niedersachsen, wo Azubis dank 20 Prozent Landeszuschuss 50,40 Euro zahlen und mit Arbeitgeberzuschuss auf 31,50 Euro kommen. Berlin und Brandenburg haben im Sommer 2026 den Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung für 37,80 Euro gestartet, ebenfalls nur für schulische Ausbildungen, Gesundheitsberufe und Freiwilligendienste.
Ein Zwölfjähriger am Gymnasium zahlt in diesen fünf Ländern den vollen Preis. In Niedersachsen hatte die Koalition ein Schülerticket versprochen, der Landeshaushalt sah dafür keine Mittel vor. Einzelne Regionen springen ein: Die Region Hannover verkauft das Deutschlandticket Hannover Jugend für 35,40 Euro an alle unter 23 mit Hauptwohnsitz in der Region, die Grafschaft Bentheim gibt ab August 2026 ein 49-Euro-Ticket für die Oberstufe aus.
Günstig, aber nur regional: Hessen, Sachsen, Berlin, Bremen
Vier Länder haben eigene Landestickets, die deutlich billiger sind als 63 Euro, aber an der Landesgrenze enden. Das Schülerticket Hessen kostet seit Januar 2026 einmalig 398 Euro im Jahr oder zwölfmal 33,80 Euro, gilt in ganz Hessen inklusive Mainz und einigen Übergangsgebieten und kommt als Chipkarte. Sachsens BildungsTicket ist mit 15 Euro im Monat das günstigste Angebot in Deutschland, gilt aber nur im jeweiligen Verbund; der Landeselternrat warnte im März 2026 vor einer diskutierten Preiserhöhung, ein Betrag steht nicht fest. Berliner Schüler fahren mit dem Schülerticket Berlin kostenlos, aber nur im Tarifbereich AB. Und in Bremen gibt es TIM für 31,50 Euro im VBN-Gebiet mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit, ohne Anspruch auf kostenlose Schülerbeförderung, den das Land Bremen anders als Niedersachsen nicht kennt.
Für die Fahrt zur Schule sind diese Tickets fast immer die bessere Wahl. Wer aber am Wochenende die Großeltern in einem anderen Bundesland besucht oder in den Ferien mit der Regionalbahn verreist, rechnet anders: Für ein hessisches Kind liegt der Aufpreis auf das bundesweite Ticket bei 29,20 Euro im Monat.
Schülerbeförderung: das Ticket über den Rechtsanspruch
In der Hälfte der Länder ist der wichtigste Weg zum Deutschlandticket nicht der Landeszuschuss, sondern der Anspruch auf Schülerbeförderung. Wohnt das Kind weit genug von der Schule entfernt, muss der Schulträger die Fahrtkosten tragen, und immer mehr Kreise erfüllen diese Pflicht mit einem Deutschlandticket auf Chipkarte. Die Grenzen unterscheiden sich:
| Land | Anspruch ab einfachem Schulweg von | Eigenanteil und Besonderheiten |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 2 km Grundschule, 3,5 km Sekundarstufe I, 5 km Sekundarstufe II | 14 / 7 / 0 Euro pro Monat je Kind, Familien mit Sozialhilfe befreit |
| Bayern | 2 km bis Klasse 4, 3 km ab Klasse 5 | kostenfrei bis Klasse 10; ab Klasse 11 nur Erstattung oberhalb von 320 Euro je Schüler oder 490 Euro je Familie im Schuljahr |
| Hessen | 2 km Klasse 1 bis 4, 3 km Klasse 5 bis 10 | kostenloses Schülerticket Hessen über die Schule; Anspruch endet mit der Sekundarstufe I |
| Niedersachsen | Klasse 1 bis 10, Kilometergrenze legt jeder Landkreis per Satzung fest | regionale Tickets, im VBN-Gebiet TIM kostenlos über die Schule |
| Rheinland-Pfalz | Grund- und Förderschulen, nächstgelegene Realschule plus, Sekundarstufe I an Gymnasium und IGS | Deutschlandticket-Chipkarte vom Kreis, Landeszuschuss |
Die Regeln stehen in der Schülerfahrkostenverordnung NRW, im bayerischen Gesetz über die Kostenfreiheit des Schulwegs und in § 161 des Hessischen Schulgesetzes. Auch ein besonders gefährlicher Schulweg begründet in NRW und Bayern den Anspruch unterhalb der Kilometergrenze. Der Antrag läuft über das Schulsekretariat oder den Landkreis und sollte vor den Sommerferien gestellt sein, damit die Chipkarte zum ersten Schultag da ist. Familien mit Bürgergeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag können die Fahrtkosten außerdem über das Bildungspaket erstattet bekommen, Details stehen im Beitrag zum Schulbedarfspaket und den anderen Leistungen für Bildung und Teilhabe.
Die Ferienfalle
Ein selbst gekauftes Deutschlandticket läuft in den Sommerferien einfach weiter und kostet weiter 63 Euro. Wer es sechs Wochen nicht braucht, kündigt bis zum 10. Juni zum Monatsende und bestellt im August neu. Bei Tickets aus der Schülerbeförderung ist es umgekehrt: Manche Kreise schalten sie in den Ferien ab. In Rheinland-Pfalz lagen die Sommerferien 2026 komplett im Juli, und weil der Rechtsanspruch nur Schultage abdeckt, war das Ticket laut Südwest24 in 10 von 24 Landkreisen und 9 von 12 kreisfreien Städten den ganzen Monat gesperrt. 17 Kommunen zahlten freiwillig weiter. In Niedersachsen sperren kreisfinanzierte Tickets automatisch, in NRW und im Saarland gelten sie durchgehend. Wer im Juli mit dem Kind verreisen will, fragt vorher beim Kreis nach.
Was das Ticket wirklich spart: drei Rechnungen
Die Ersparnis hängt davon ab, was das Kind sonst zahlen würde. Drei Beispiele mit den Preisen der Verbünde (Stand 2026):
- Hamburg, zwei Schulkinder. Das reguläre Schüler-Abo für den Bereich AB kostet 52,20 Euro im Monat. Zwei Kinder, zwölf Monate: 1.252,80 Euro. Mit dem kostenlosen Schülerticket: 0 Euro.
- Ruhrgebiet, ein Kind ohne Beförderungsanspruch. Das SchokoTicket des VRR kostet 47,25 Euro, das DeutschlandTicket Schule 43 Euro. Die Ersparnis von 51 Euro im Jahr ist klein, der Unterschied liegt in der Gültigkeit: Das SchokoTicket endet an der Verbundgrenze, das Deutschlandticket in Flensburg.
- München, ein Kind. Das 365-Euro-Ticket des MVV kostet umgerechnet 30,42 Euro im Monat, das Deutschlandticket 63 Euro. Wer nur im MVV-Netz fährt, spart mit dem Jahresticket 390 Euro. Bayern gibt Schülern keinen Rabatt auf das Deutschlandticket, das regionale Ticket bleibt hier die klare Empfehlung.
Preis 2027: die Frist läuft am 30. September ab
Ab 2027 wird der Preis nicht mehr politisch verhandelt, sondern nach einem Index berechnet. Die Verkehrsministerkonferenz hat im März 2026 in Lindau festgelegt, wie: Der Kostenindex setzt sich aus 55 Prozent Personalkosten, 20 Prozent Energie und 25 Prozent allgemeinen Kosten zusammen, multipliziert mit einem Wertfaktor, der den eingefrorenen Zuschuss von Bund und Ländern abbildet. Sinkt der Index, bleibt der Preis trotzdem stehen, eine Senkung ist nicht vorgesehen. Den Beschluss zufolge muss der Preis für 2027 spätestens am 30. September 2026 verkündet werden. Medien rechnen mit 66,40 bis 66,80 Euro. Für die Schülertickets heißt das: Wo das Land einen festen Rabatt von 20 Euro gewährt, steigt der Schülerpreis mit, wo es einen Festpreis gibt, entscheidet das Land neu.
Stand dieser Angaben: 04.09.2026. Preise nach Angaben der Verkehrsverbünde und Landesregierungen für 2026, Preis 2027 noch offen.
Häufige Fragen zum Deutschlandticket für Schüler
Was kostet das Deutschlandticket für Schüler?
Ohne Landeszuschuss 63 Euro im Monat, wie für Erwachsene. Vergünstigt ist es 2026 nur in Hamburg (0 Euro), Schleswig-Holstein (21 bis 43 Euro je Kreis), Nordrhein-Westfalen (43 Euro, mit Beförderungsanspruch 14 Euro und weniger), im Saarland (44,40 Euro) und in Baden-Württemberg (45 Euro). Hessen, Sachsen, Berlin und Bremen haben günstigere Landestickets, die aber nicht bundesweit gelten.
Wie beantrage ich das Deutschlandticket Schule in NRW?
Über die Schule. Das Sekretariat gibt den Bestellschein aus oder verweist auf das Schulticket-Portal der Kommune, etwa in Dortmund. Voraussetzung ist, dass der Schulträger das DeutschlandTicket Schule überhaupt anbietet, dazu ist er nicht verpflichtet. Selbstzahler bezahlen 43 Euro im Monat, Kinder mit Anspruch nach der Schülerfahrkostenverordnung nur den Eigenanteil von 14 Euro, beim zweiten Kind 7 Euro, ab dem dritten Kind nichts.
Gilt das Schülerticket auch in den Sommerferien?
Ein selbst bezahltes Abo ja, es läuft durch und kostet weiter. Bei Tickets aus der Schülerbeförderung kommt es auf den Kreis an: In Rheinland-Pfalz war das Ticket im Juli 2026 in 19 Kommunen gesperrt, weil der Anspruch nur Schultage umfasst; in Niedersachsen sperren viele Kreise automatisch. In NRW und im Saarland gilt das Schülerticket in allen Ferien. Vor einer Ferienreise mit der Bahn lohnt der Anruf beim Landkreis.
Muss ich das Ticket meines Kindes vor den Ferien kündigen?
Nur wenn Sie es selbst bezahlen und sechs Wochen nicht brauchen. Die Kündigung muss bis zum 10. des Monats eingehen und wirkt zum Monatsende. Für Ferien, die Mitte Juli beginnen, müsste also bis zum 10. Juli gekündigt werden, dann fehlt das Ticket schon in den letzten Schultagen. Bei einem Landesticket mit Jahresbindung wie dem JugendBW in Baden-Württemberg ist eine Kündigung im ersten Jahr ohnehin nicht möglich.
Kann ich das Deutschlandticket meines Kindes steuerlich absetzen?
In der Regel nicht. Fahrtkosten zur Schule sind keine Werbungskosten, die gelten nur für den eigenen Arbeitsweg. Auch unter die Kinderbetreuungskosten fallen Fahrkarten nicht. Der Schulweg wird über Kindergeld und Kinderfreibetrag pauschal abgegolten. Anders sieht es bei Azubis aus: Zahlt der Ausbildungsbetrieb einen Zuschuss zum Jobticket, ist der für den Azubi steuerfrei.
Kann mein Kind mit dem Deutschlandticket ICE oder IC fahren?
Nein. Das Ticket gilt ausschließlich im Nahverkehr: Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress in der 2. Klasse. Für ICE, IC, EC, FlixTrain und FlixBus ist eine eigene Fahrkarte nötig. Wer mit dem Regionalexpress von Köln nach Hamburg fahren will, kann das mit Umsteigen, es dauert nur deutlich länger als mit dem ICE.
Wird das Deutschlandticket 2027 teurer?
Sehr wahrscheinlich. Seit 2027 gilt ein Preisindex aus Personal-, Energie- und Sachkosten, den die Verkehrsministerkonferenz im März 2026 beschlossen hat. Der neue Preis muss bis zum 30. September 2026 bekannt gegeben werden. Medien rechnen mit 66,40 bis 66,80 Euro. Eine Senkung ist ausgeschlossen, bei negativem Index bleibt der Preis stehen. Schülertickets mit festem Rabatt von 20 Euro, etwa in NRW, steigen entsprechend mit.


