12. November 2019

Den Klinikkoffer für den Geburtstermin richtig packen

Wenn der Geburtstermin immer näher rückt und die werdenden Mamis bereits wissen, in welchem Krankenhaus sie entbinden möchten, dann ist es allmählich an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was alles in die Kliniktasche für den Krankenhausaufenthalt gepackt werden soll.

Idealerweise wird das Notwendigste schon einige Zeit vor dem Geburtstermin bereit gelegt. Setzen die ersten Wehen nämlich doch etwas früher ein als erwartet, ist die Aufregung groß und in der ganzen Hektik ist an das Packen des Klinikkoffers kaum noch zu denken. Die wichtigsten Dinge werden am Ende so noch vergessen.

Die folgende Checkliste verrät, was für Mama, Papa und Baby alles mit in die Kliniktasche muss.

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Die Checkliste für die Geburt – das könnten Sie im Krankenhaus benötigen. 43541518 © thingamajiggs Fotolia.com

Das muss alles mit ins Krankenhaus

Nicht selten macht sich der Nachwuchs bereits vor dem angekündigten Geburtstermin auf den Weg. Erfahrungsgemäß packen die werdenden Eltern die Tasche für die Klinik daher am besten ab der 36. Schwangerschaftswoche, damit sie immer sofort griffbereit ist. Manchmal empfiehlt es sich außerdem, zwei Taschen für das Krankenhaus zu packen.

Eine davon beinhaltet idealerweise das Notwendigste für die Zeit während und kurz nach der Geburt, nämlich alle wichtigen Papiere wie Mutterpass, Einweisungsschein, Krankenkassenkarte, aber beispielsweise auch Wechselkleidung sowie bevorzugte Getränke und Snacks. In eine zweite, etwas größere Tasche kommen alle Utensilien, die benötigt werden, falls der Klinikaufenthalt möglicherweise länger dauert.

Für den Kreissaal:

  • Versichertenkarte der Krankenversicherung
  • Einweisungsschein bzw. Anmeldeunterlagen des Krankenhauses
  • Geburtsplan (darin ist aufgeführt ist, welche medizinischen und geburtshelferischen Maßnahmen gewünscht sind oder nicht)
  • Bikinioberteil für eine eventuelle Wannengeburt
  • ein Bademantel, falls die Geburtswanne oder die Toiletten außerhalb des Kreißsaals liegen
  • je nach Jahreszeit warme Socken (laut Hebammen können kalte Füße die Wehen behindern)
  • bequeme Schuhe
  • ein großes T-Shirt bzw. ein weites Hemd oder Nachthemd, sofern man kein Patientenhemd anziehen möchte
  • Brillenetui oder Kontaktlinsen-Zubehör
  • Snacks und Getränke (z.B. eine kalte Cola oder Traubenzucker)
  • Labello
  • Massageöl
  • etwas zum Lesen
  • Haargummis
  • Kuschelkissen oder Stofftier (um während der Wehen etwas zum „Reinkneifen“ zu haben)
  • eine Kamera

Kleidung für den Aufenthalt nach der Geburt:

Wichtig ist, dass an ausreichend bequeme Kleidung für die folgenden Tage im Krankenhaus nach der Geburt gedacht wird:

  • Jogginganzüge
  • Langarmshirts bzw. Still-Shirts
  • Nachthemden (mit Stillfunktion)
  • Still-BHs
  • Stilleinlagen
  • Socken
  • Unterhosen(weit dehnbar, um im Fall eines Kaiserschnitts die Wundheilung der Narbe nicht zu stören)
  • Tasche bzw. Beutel für schmutzige Wäsche

Bad- und Hygieneartikel:

  • Badeschlappen
  • Bademantel
  • Deo
  • Feuchtes Toilettenpapier
  • Handtücher
  • Waschlappen
  • Wattestäbchen
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Gesichtscreme
  • Duschgel
  • Bodylotion
  • Brustwarzencreme
  • Shampoo
  • Fön
  • Trockenshampoo (für den Fall eines Kaiserschnitts, wenn man weder aufstehen noch Haare waschen kann)
  • Brille
  • Brillenputztücher
  • Kosmetikspiegel
  • Haarbürste

Sonstige Utensilien für das Krankenhaus:

  • Snacks und Getränke für das Zimmer
  • Mutterpass
  • Anmeldeunterlagen fürs das Baby
  • Geldbeutel
  • etwas Geld für die Caféteria
  • Handy
  • Ladekabel
  • Ohrenstöpsel

Für das Baby:

Selbstverständlich müssen auch einige Dinge für das Baby mit in den Klinikkoffer, wenn alles für das Krankenhaus zusammengepackt wird. In den meisten Krankenhäusern erhält man zwar Babykleidung für den Aufenthalt, man darf aber meist auch eigene Kleidung verwenden. Neben den ersten kleinen Outfits für den Nachwuchs sollten deshalb folgende Dinge nicht fehlen:

  • Babydecke
  • Windeln
  • Söckchen
  • Mützchen
  • Spucktücher
  • ein kleines Stofftier

Schöne und kuschelige Babykleidung für die Erstausstattung ihres kleinen Sprösslings können werdende Eltern im Onlineshop von vertbaudet.de finden. Für die Fahrt nach Hause sollte außerdem unbedingt an eine Babyschale bzw. an einen Autositz gedacht werden.

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Packen Sie den Klinikkoffer rechtzeitig. 63975481 © RioPatuca Images Fotolia.com

Tipps für werdende Väter

Auch der werdende Vater spielt natürlich eine große Rolle bei der Geburt. Seine wichtigste Aufgabe ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren und an all das zu denken, wofür die Mutter während der Wehen keinen Kopf mehr hat. Während der Geburt ist der werdende Vater die wichtigste Bezugsperson für seine Partnerin. Er sollte dafür sorgen, dass sie sich wohl fühlt, Dabei kann es sich um Absprachen mit der Hebamme handeln oder darum, ihr einen kleinen Snack aus der Cafeteria zu besorgen.

Auch der Partner sollte sich außerdem auf eine lange Nacht im Krankenhaus einstellen und daran denken, einige Dinge für sich selbst einzupacken. Besonders wichtig sind ein sauberes T-Shirt, bequeme Schuhe und leichte Kleidung, denn im Kreißsaal ist es meist warm. Darüber hinaus sollte der werdende Vater an ausreichend Proviant für eine lange Nacht denken. Kann er sich vorstellen, seine Partnerin während einer Wassergeburt in der Wanne zu unterstützen, sollte er zusätzlich Badekleidung einpacken. Zwar ist es für viele Männer schwer, ihre Freundin oder Ehefrau leiden zu sehen, trotzdem erleben die meisten von ihnen die Geburt ihres Kindes als einen der schönsten und beeindruckendsten Augenblicke ihres Lebens.

Fazit

Wichtig ist, dass beim Packen des Klinikkoffers auch an ein paar notwendige Dinge für die Begleitperson gedacht werden, die sie während des Aufenthalts im Krankenhaus braucht. Aber selbst wenn etwas Wichtiges vergessen werden sollte, ist das keinesfalls ein Weltuntergang. Im Gegensatz zu unvorhergesehenen Krankenhausaufenthalten haben neben dem Partner nämlich meist auch noch Familienangehörige und Freunde genügend Zeit, die ein oder anderen Utensilien mit ins Krankenhaus zu bringen.