12. November 2019

Gasspartipps – das schont die Umwelt und spart Geld

In Deutschland haben die meisten Haushalte Gas, um zu heizen. Es gibt kleine wandhängende Wärmetauscher, die immer beliebter werden, weil sie so platzsparend sind und es gibt die Gaszentralheizung. Zu 99 Prozent geht der Erdgasverbrauch eines Haushaltes zulasten der Heizung und Warmwasserbereitung. Das bedeutet, dass das auch gleichzeitig ein bedeutender Kostenfaktor für die Haushalte ist. Wer hier sinnvoll sparen kann, hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann dabei auch bares Geld sparen.

Der Gasanbieter – ein Anbieterwechsel kann beim Sparen helfen

Je nach Anbieter können die Gaspreise sehr unterschiedlich sein. Hier lohnt es sich wirklich, die Tarife der einzelnen Anbieter zu vergleichen und den Wechsel zu einem anderen Anbieter in Erwägung zu ziehen.

Durch den Wechsel können manche Haushalte gleich mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Vor dem Wechsel gilt es allerdings, sich genau über den neuen Anbieter zu informieren. Gibt es beispielsweise eine lange Preisgarantie oder ist in absehbarer Zeit mit einer Preiserhöhung zu rechnen?

Wie ist die Vertragslaufzeit gestaltet? Einer kurzen Vertragslaufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist ist hier der Vorzug zu geben. Weitere Informationen zum Anbietervergleich hat Verivox für interessierte Leser zusammengestellt.

Das Heizthermostat muss richtig eingestellt sein

Die Heizthermostate lassen sich in jedem Raum individuell einstellen, sodass keine kostbare Wärme verschwendet wird. Im Arbeits- oder Schlafzimmer muss es nicht so warm sein wie im Wohnzimmer. Folgende Werte vom Umweltbundesamt können bei der Orientierung helfen:

  • Bad zwischen 22 und 24 °C
  • Küche zwischen 16 und 18 °C
  • Badezimmer zwischen 22 und 24 °C
  • Schlafzimmer zwischen 15 und 18 °C
  • Wohnzimmer zwischen 19 und 22 °C
  • Diele circa 15 bis 16 °C.

Das sind lediglich Orientierungswerte, die auf dem Thermostat in Form von Heizstufen zu sehen sind. Beim Heizen ist ständiges Ein- und Ausschalten nicht sehr sinnvoll. Besser ist es, die Heizung zu drosseln, wenn keiner zu Hause ist oder wenn die Fenster zum Lüften geöffnet werden. Wenn die Räume zu stark auskühlen, dauert es viel länger, sie wieder aufzuheizen. Damit steigt der Gasverbrauch wieder an.

Die Heizung regelmäßig warten lassen

Die Wartung der Anlage durch einen Heizungsinstallateur ist unumgänglich. Dabei kann der Monteur auch gleich einen Heizungs-Check machen, um Fehler in der Heizungsregelung festzustellen und zu beheben. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Gasbrenner der Heizungsanlage gelten. Ist er nicht richtig eingestellt, erfolgt die Gasverbrennung nicht vollständig und viel Gas wird verschwendet. Die jährliche Wartung hilft dabei, Gas einzusparen. Der Verbrauch selbst sollte auch stets im Blick bleiben. Anhand der Gasabrechnung lässt sich der Gasverbrauch ermitteln und mit den Werten vom Vorjahr vergleichen. Auf dieser Grundlage lassen sich leicht Einsparpotenziale finden.

Die Heizung entlüften

Nicht immer muss ein Heizungsexperte ran. Manche Wartungsarbeiten kann auch jeder ganz einfach selbst erledigen. Das gilt beispielsweise für die Entlüftung der Heizkörper. Das ist eine kleine Wartungsarbeit, die immer zu Beginn der Heizperiode erfolgen sollte. War die Heizung einige Zeit abgeschaltet, kann sich darin Luft ansammeln. Dann kann das Heizwasser nicht mehr optimal zirkulieren und die Wärme verteilt sich nicht mehr gleichmäßig. Darüber hinaus verursacht die Luft merkwürdige Geräusche.

Heizkörper frei räumen

Die Heizkörper sollten nicht zugestellt sein, sodass kein Wärmestau entstehen kann. Besonders wichtig ist, den Wärmefühler des Heizthermostats nicht zu verdecken. Der misst nämlich die Umgebungstemperatur und gleicht sie mit der eingestellten Heizstufe ab. Je nachdem ob die Temperatur erreicht ist oder nicht, öffnet oder schließt das Thermostatventil und lässt mehr oder weniger heißes Wasser in den Heizkörper strömen. Außerdem sollte auch keine allzu dicke Staubschicht auf den Heizkörpern liegen. Zu Beginn der Heizperiode sollten die Heizkörper gründlich gereinigt und entstaubt werden.

Kochtipps, die beim Gassparen helfen

In der Küche ist das Einsparpotenzial ebenfalls enorm. Beim Kochen und Backen können schon kleine Maßnahmen zu einer Gasersparnis führen. Beispielsweise gehören Töpfe und Pfannen auf die größenmäßig passende Herdplatte. Deckel helfen die Energieverschwendung zu reduzieren.

Kochen mit einem Dampfgarer oder in einem Topf mit möglichst wenig Flüssigkeit spart ebenfalls Energie. Wer einen Geschirrspüler besitzt, sollte diesen an die Warmwasserleitung anschließen.

Sparen bei der Warmwasserbereitung

Wenn die Gastherme oder die -heizung nicht nur die Wärme für den Haushalt produziert, sondern auch das Warmwasser bereitstellt, gibt es noch weiteres Sparpotenzial. Wichtigster Grundsatz: Duschen statt Baden. Wer einmal badet könnte mit dieser Menge an warmem Wasser dreimal duschen gehen.

Das spart also nicht nur Gas, sondern auch die Kosten für Wasser und Abwasser. Wer dann noch einen Sparduschkopf installiert, kann noch zusätzlich sparen. Es gibt im Bad viele kleine Vorgänge, wie Rasieren, Zähne putzen oder Hände waschen, wofür nicht zwangsläufig warmes Wasser notwendig ist.

Dämmen und isolieren, um Gas zu sparen

Wo das heiße Heizwasser oder Warmwasser lange Strecken in den Rohren zurücklegen muss, ist eine gute Dämmung notwendig. Dadurch geht weniger Wärme auf dem Weg verloren, was dazu beiträgt, den Gasverbrauch herabzusetzen. Sind die Fenster und Türen dicht, sinkt der Gasverbrauch. Kleine Spalten lassen hingegen kostbare Heizwärme entweichen. Dabei ist es sehr einfach, diese Spalten abzudichten. Dafür gibt es im Handel Isolierklebe- und Dichtungsbänder oder sogenannten Zugluftstopper.

Richtiges Lüftungsverhalten hilft Gas zu sparen

Beim Lüften passieren sehr häufig gravierende Fehler. In den kalten Monaten ist es nicht notwendig, das Fenster den ganzen Tag in Kippstellung zu belassen, um zu lüften. Dadurch geht nur die ganze Wärme verloren. Beim Stoßlüften, wobei das Fenster nur wenige Male für zehn bis 15 Minuten geöffnet bleibt, ist das Lüften viel effektiver. Der Luftaustausch geht dabei sehr schnell vonstatten, ohne dass die ganze Wärme verloren geht. Wenn die Fenster den ganzen Tag offen sind, ist abends besonders viel Energie aufzubringen, um alles wieder zu heizen. Sind die Heizkörper während des Lüftens abgedreht, spart das noch zusätzlich Energie.

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