15. Dezember 2019

Kredit für die Ausbildung – Der große Ratgeber

gute ausbildung

Das wichtigste für Ihre Kinder: eine gute Ausbildung!

Die Ausbildung ist ein wichtiger Faktor einer jeden Gesellschaft. Wissen ist Macht. Galt es früher als ein Privileg, eine Schule besuchen zu dürfen, wird es heute oftmals als lästige Pflicht wahrgenommen. Trotz allem gilt es als unumstritten, dass Bildung unbedingt notwendig ist. Schule, Universität und entsprechende Weiterbildung sorgen für einen weiteren Horizont und gute Chancen für die Karriere.

Mehr: http://www.bmbf.de/de/544.php

Bildung in Deutschland ist zwar größtenteils umsonst bzw. nicht allzu teuer, jedoch müssen viele Auszubildende auch das Leben nebenher auf die Reihe bekommen. In diesem großen Ratgeber wollen wir uns mit dem Darlehen für die Ausbildung beschäftigen. Ehe wir auf staatliche Förderprogramme und Förderbanken eingehen, wollen wir kurz und knapp das deutsche Schulsystem vorstellen.

Wie ist das Bildungssystem in Deutschland aufgebaut?

Zu Anfang muss erwähnt werden, dass das Bildungssystem eine Ländersache ist. Das soll heißen, das bestimmte Begrifflichkeiten oder Abläufe variieren können. Trotzdem basiert das deutsche Schulsystem auf einer einheitlichen Basis, die wir Ihnen nun vorstellen wollen. So gibt es fünf verschiedene Stufen zu unterscheiden. Die Primarstufe, die Sekundarstufe I, die Sekundarstufe II, den Tertiärbereich und den Quartärbereich. Wir stellen die einzelnen Bereiche kurz vor.

Mehr: http://www.kmk.org/dokumentation/das-bildungswesen-in-der-bundesrepublik-deutschland.html

Was ist der Primarbereich?

Der Einstieg ist das deutsche Schulsystem beginnt für die meisten in der Grundschule. Zuvor kann bereits eine Förderschule besucht werden. Dieser Bereich beschreibt die ersten vier Schuljahre des Kindes.

Was ist der Sekundarbereich I?

Hier beginnen bereits die Wahlmöglichkeiten. Je nach Noten und Empfehlungen der Lehrer sind dem Schüler nun verschiedene Optionen offengestellt. Zumeist muss zwischen der Hauptschule, der Realschule, dem Gymnasium und einer Gesamtschule unterschieden werden. Die Gesamtschule vereint dabei sämtliche Bereiche der Sekundarstufe in einer Schule. In diesem Bereich endet die Schulpflicht.

Was ist der Sekundarbereich II?

prüfung schule

Die Schule ist immer noch von Prüfungen geprägt.

Nun wird es schon ein wenig komplizierter. Wer die Gesamtschule absolviert hat, kann nun eine Lehre in Angriff nehmen bzw. ein berufliches Gymnasium besuchen oder aber die gymnasiale Oberstufe besuchen. Wer die Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums besucht hat, der kann entweder die Oberstufe absolvieren oder aber eine Fachoberschule besuchen.

Nach der Realschule streben die meisten Schüler einen Abschluss an der Berufsfachschule an. Anschließend kann auch eine Fachoberschule besucht werden. Schüler, die eine Hauptschule besucht haben, streben zumeist ein Berufsvorbereitungsjahr an, ehe sie eine duale Bildung, also eine Lehre, anstreben.

Was ist der Tertiärbereich?

Wir befinden uns nun im Hochschulsektor. Was die einzelnen Zulassungskriterien betrifft, können wir in diesem Ratgeber nicht näher darauf eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Es sei nur angemerkt, dass auch mit einer Lehre die Chance besteht, eine Hochschule besuchen zu können. Zum Bereich der Hochschule gehören die Fachhochschule, die Kunsthochschule, die Theologische Hochschule, die Pädagogische Hochschule sowie die Universität. Der Tertiärbereich umfasst außerdem die Fachschule und die Berufsakademie.

Was ist der Quartärbereich?

Mit diesem Bereich hat der Staat nicht mehr sonderlich viel zu tun. Hierbei geht es um Weiterbildung bzw. Fortbildung, die entweder privat in der Freizeit oder aber über den Beruf in Angriff genommen wird. Die Ausbildung ist also niemals wirklich beendet, was einige Verbraucher gerne vergessen.

Was ist BAföG?

deutsches ausbildungssystem

Das deutsche Ausbildungssystem ist weltweit eines der Besten

Kommen wir nun zum Kernpunkt von diesem Ratgeber. Als ersten Bildungskredit wollen wir Ihnen die bekannteste Institution in Deutschland vorstellen. Die Abkürzung steht dabei für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Der Hintergrund dieses Gesetzes ist die Schaffung einer Chance, die Hochschule für sämtliche Studierende finanzieren zu können, unabhängig davon, wie sich das Einkommen der Erziehungsberechtigten gestaltet. So einfach die Theorie klingen mag, so komplex ist die Praxis.

Der Grund, warum diese Förderung überhaupt in Betracht gezogen wird, ist relativ egal. Trotzdem müssen einige wichtige Dinge beachtet werden. Das Prinzip ist sehr einfach. Das Geld wird zur Hälfte vom Staat gefördert, die andere Hälfte ist als unverzinsliches Darlehen anzusehen. Nach Beendigung sind also nur 50 Prozent der Summe zurückzuzahlen. Der genaue Betrag hängt aber auch davon ab, wie hoch das Einstiegsgehalt ist.

Mehr: http://www.bafoeg.bmbf.de/

Wer hat einen Anspruch darauf?

Nun bekommt natürlich nicht ein jeder Student oder Auszubildende diese Förderung. Wir stellen Ihnen nun kurz vor, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um gute Chancen zu haben, das Gesuch durchzubekommen. Die erste Frage lautet: Ist der Bildungsweg überhaupt förderungswürdig? Folgende Szenarien sind für ein entsprechendes Darlehen geeignet:

  • Hochschule
  • Höhere Fachoberschulklassen
  • Hauptschule, Realschule sowie Gesamtschule ab der 10. Klasse
  • Gymnasium ab der 10. Klasse
  • Fachschule oder Akademie
  • Abendschule oder Kolleg

Beachten Sie jedoch, dass bei einigen Förderungen die Voraussetzung ist, dass Sie nicht mehr zu Hause wohnen. Außerdem muss diese familiäre Trennung auch begründet sein, wenn Sie die Förderung beantragt haben. Es gibt jedoch auch noch weitere Voraussetzungen, die als persönliche Komponenten beschrieben werden:

  • Staatsangehörigkeit
  • Alter
  • Leistung

Prinzipiell kann jeder deutsche Staatsbürger diese Unterstützung beantragen. Es gibt jedoch Ausnahmefälle:

  1. Elternteil oder Ehepartner ist Deutsche/r
  2. Sie sind asylberechtigt, heimatlos oder ein akzeptierter Flüchtling
  3. Sie sind Bürger eines EU-Mitgliedstaates, wobei der Wohnsitz in Deutschland ist
  4. Sie sind bereits 5 Jahre vor Ausbildungsbeginn in Deutschland berufstätig gewesen
  5. Ein Elternteil ist bereits Jahre vor Ausbildungsbeginn in Deutschland berufstätig gewesen
studentin uni

Aus das Studium konzentrieren und so schnell zu einem Abschluss gelangen.

Beim Alter ist zu beachten, dass das Darlehen nur dann gewährt wird, wenn die Hochschule vor Vollendung des 30. Lebensjahres in Angriff genommen wird. Für einen Master gilt die Grenze von 35 Jahren. Sollten Sie Zivildienst oder Wehrdienst geleistet haben, verschiebt sich die Grenze um die Dauer der Tätigkeit. Bei diesem Darlehen handelt es sich zwar um einen Ausbildungskredit, der jedoch auch an Leistung und Erfolge geknüpft ist. Werden wichtige Ziele verfehlt, erlischt der Anspruch. Das heißt, dass die Förderung durch den Kredit nur für die Dauer der Regelstudienzeit Gültigkeit besitzt. Ein Beispiel: Die Regelstudienzeit für einen Bachelor-Studiengang beträgt sechs Semester. In den meisten Fällen werden zwei Toleranzsemester angefügt, sodass die Förderung für acht Semester Gültigkeit besitzt. Regelmäßig müssen Bestätigungen eingeholt werden, die darüber Aussagekraft besitzen, ob der Studienerfolg in Gefahr ist oder alles nach Plan läuft.

Wie hoch ist die Bafög Unterstützung?

Das kann pauschal nicht gesagt werden. Dafür gibt es sogenannte BAföG-Rechner im Internet, die mehr Licht ins Dunkel bringen. Bei Schülern richtet sich dies nach der Schulform. Auch das Bundesland hat einen Einfluss. Für Studierende ohne Kind gibt es einen Maximalbetrag von 670 Euro.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Wie wir schon erklärt haben, müssen nur 50 Prozent vom Geld zurückgezahlt werden. Aber natürlich gibt es für die Rückzahlung genau Vorgaben. Wenn Sie den Kredit nach dem 28.02.2001 erhalten haben, dann müssen Sie nur Summen bis zu 10.000 € zurückzahlen. Sollte der Kredit umfangreicher gewesen sein, wird der Betrag über dieser Grenze vom Staat nicht zurückverlangt und somit geschenkt. Sie haben außerdem bis zu fünf Jahre nach dem Ende der Förderung Zeit damit anzufangen, das Darlehen zurückzuzahlen. Natürlich können Sie die finanzielle Unterstützung in Raten zurückzahlen, die jedoch bei zumindest 105 € im Monat liegen. Die maximale Dauer ist auf 20 Jahre beschränkt. Es gibt jedoch auch eine Untergrenze für den Lohn bzw. das Gehalt. Sollte dieses unter 1070 € liegen, können Sie ein Gesuch auf die Aussetzung der Zahlung stellen. Für einen Ehepartner und für jedes weitere Kind erhöht sich die Grenze. Den genauen Bescheid über die Höhe des Darlehens erhalten Sie ca. 4-5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer. Sollten Sie währenddessen umziehen, ist es zu empfehlen, dies dem Amt mitzuteilen. Sonst entstehen Kosten, die Sie zu tragen haben.

Der KfW-Studienkredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat auch ein Förderprogramm. Hier gibt es nun zwei verschiedene Kredite, die wir Ihnen ein wenig näher vorstellen möchten. Beginnen wir mit dem Studienkredit. Wir werden Ihnen jeweils die Konditionen nennen, ehe wir auf die Bedingungen und die Rückzahlung ein wenig genauer eingehen.

Wer wird gefördert?

Diese Kreditform ist vor allem für Hochschulen bzw. Besucher von Hochschulen ausgelegt. Das betrifft ein grundständiges Studium, ein Zweitstudium, ein Zusatzstudium, einen Master oder auch eine Promotion. Dabei spielt die Wahl des Studienfachs keine großartige Rolle. Sogar ein Fernstudium lässt sich somit finanzieren. Auch für ein Auslandssemester gibt es in den meisten Fällen keine Probleme. Wann aber erhalten Sie diese Förderung nicht?

  • Für Studiengänge an einer Berufsakademie
  • wenn das Studium vollständig im Ausland absolviert wird

Welche weiteren Voraussetzungen gibt es?

Sie müssen zwischen 18 und 44 Jahre alt sein, an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit Sitz in Deutschland studieren und dies entweder Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend machen. Die weiteren Voraussetzungen:

  • Sie müssen deutscher Staatsbürger sein
  • oder aber ein Angehöriges eines deutschen Staatsbürgers, der sich mit Ihnen in Deutschland aufhält
  • oder EU-Staatsbürger und sind seit mindestens drei Jahren ständig in Deutschland
  • oder ein Familienangehöriger eines solchen EU-Staatsbürgers
  • oder ein Bildungsinländer sein (Sie haben das deutsche Schulsystem durchlaufen)

Interessant ist dabei, dass Sie keine Sicherheiten benötigen. Auch mit einem Schufa Eintrag ist es möglich, dass der Ausbildungskredit beantragt werden kann. Dafür sollten jedoch genauere Informationen eingeholt werden. Mehr: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Finanzierungsangebote/KfW-Studienkredit-(174)/

Wie sehen die Bedingungen aus?

Hierbei handelt es sich um eine variable Verzinsung. Der Zinssatz orientiert sich dabei am 6-Monate-EURIBOR. Die Festsetzung erfolgt stets am 1. April und 1. Oktober. Dabei wird Ihnen ein Höchstzinssatz zugesprochen, der für den Zeitraum von 15 Jahren ab Vertragsabschluss gilt. Momentan beträgt der Sollzins 3,32 %, der Effektivzins 3,33 % und der Höchstzins als Sollzins angegeben 8,91 %. Wenn Sie sich in der Tilgungsphase befinden sollten, können Sie entweder den variablen Zins oder einen Festzins wählen.

Wie hoch ist der Kredit?

Das können Sie variabel vereinbaren. Üblich sind zwischen 100 und 650 Euro pro Monat. Allerdings wird der Kredit nicht auf einmal ausbezahlt. Dabei können Sie die Höhe der Unterstützung jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober neu bestimmen. Nehmen wir nun ein Beispiel her. Wenn Sie einen Bachelor-Studiengang in der Regelzeit schaffen, entspricht das 6 Semestern, ohne Toleranzsemester versteht sich. Sie greifen auf den Maximalbetrag von 650 Euro im Monat zurück. Das macht eine Gesamtsumme von 23.400 Euro aus.

Wie steht es um die Laufzeit?

Auch hier ist viel Flexibilität geboten. Dieses Modell beachtet dabei unterschiedliche Faktoren. So wurden zwei Modelle für den Kredit aufgestellt, um das Ganze etwas transparenter gestalten zu können. Handelt es sich um Geld für das Erst- oder Zweistudium, ist die maximale Gesamtlaufzeit auf 33 Jahre und 11 Monate fixiert. Das betrifft:

  1. Auszahlungsphase (6 Monate bis 7 Jahre)
  2. Karenzphase (6 bis 23 Monate)
  3. Tilgungsphase (max. 23 Jahre)

Für einen postgradualen Studiengang sieht der Sachverhalt nur geringfügig differenziert aus. Hierbei liegt die Auszahlungsphase nicht zwischen 6 Monaten und 7 Jahren, sondern 6 Monaten und 3 Jahren.

Ist eine außerplanmäßige Tilgung möglich?

Die KfW ist ein Kreditinstitut, sodass viele Verbraucher nun den Verdacht haben mögen, dass das Institut nicht so flexibel wie der Staat agiert, wenn es um einen Kredit geht. Doch auch hier sind Sondertilgungen prinzipiell möglich. Voraussetzung dafür ist, dass diese zumindest 100 Euro umfasst. Dafür fallen keine zusätzlichen Kosten an. Diese sind zum 1. April oder 1. Oktober möglich, sollten jedoch bis zum 15. März oder 15. September angemeldet werden. Das kann heutzutage online erfolgen.

Der KfW-Bildungskredit

Kommen wir nun zum zweiten Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das Geld fungiert unabhängig vom BAföG, Sie können dieses Darlehen also als eine zusätzliche Form der Finanzierung ansehen. Dieser ist dafür gedacht, um den Unterhalt für die Schlussphase der Ausbildung, eines Praktikums oder eines Studiums zu gewährleisten. So ist dieser Kredit speziell für Schüler und Studierende gedacht. Dabei spielen wiederum das Einkommen oder das Vermögen der Erziehungsberechtigten überhaupt keine Rolle. Hinsichtlich des Alters sollten Sie zwischen 18 und 36 Jahre alt sein. Weitere Voraussetzungen stellen wir Ihnen nun vor.

Welche Voraussetzungen gibt es für Studierende?

schülerin brille

Bafög können Studierende beantragen – für Schüler gibt es andere Förderungen

Hier gibt es nun vier Punkte zu beachten. So dürfen Sie in den meisten Fällen nicht länger als 12 Monate studieren. Bei der Institution, an der Sie studieren, muss es sich um eine Hochschule handeln, die eine BAföG-Anerkennung innehat. Eine ausländische Bildungsstätte muss einer entsprechenden inländischen gleichen. Der dritte Punkt betrifft die Zwischenprüfungen. Diese müssen bereits absolviert worden sein, außer Sie absolvieren ein Zusatzstudium. Ebenfalls als Ausnahme zu deklarieren ist der Bachelor. Hier benötigen Sie ein Formular von der Bildungsstätte, die einen Nachweis des Studienerfolgs garantiert. Die letzte Voraussetzung besagt, dass Sie den ersten Teil von einem Konsekutiv-Studiengang abgeschlossen haben und sich nun einem postgradualen Diplom, einem Magister oder einem Master widmen. Mehr: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Finanzierungsangebote/Bildungskredit-(173)/

Welche Voraussetzungen gelten für Schüler?

  • Sie haben bereits einen Berufsabschluss oder erlangen diesen mit der gegenwärtigen Ausbildung.
  • Der Bildungsweg erfolgt in Vollzeit.
  • Sie befinden sich in den letzten 24 Monaten in dieser Ausbildung.

Was die Voraussetzungen für die Staatsbürgerschaft betrifft, wurden bereits zum Studienkredit die entsprechenden Punkte genau aufgeschlüsselt und erklärt. Nicht gefördert werden Sie, wenn Sie älter als 36 Jahre sein sollten, sich an einer Ausbildungsstätte ohne BAföG-Anerkennung befinden oder der Bildungsweg in Teilzeit in Angriff genommen wird.

Wie erfolgt die Förderung?

Auch hier gibt es monatliche Raten, die entweder 100, 200 oder 300 Euro betragen. Maximal werden 7.200 Euro bewilligt, sodass eine Maximalzeit von 24 Monaten vorliegt. Es ist außerdem möglich, dass im Vorhinein 3.600 ausgezahlt werden, sofern bestimmte Gerätschaften oder Arbeitsmaterialien angeschafft werden müssen. Das ist aber nur dann zutreffend, wenn die 24 Monatsraten sowie die 7.200 Euro im Gesamten nicht überschritten werden.

Wie sind die Bedingungen?

Auch hier richtet sich der Zinssatz am 6-Monats-EURIBOR. Es gibt einen Aufschlag von genau einem Prozent. Wiederum wird der Zinssatz für ein halbes Jahr zum 1. April oder 1. Oktober festgelegt. Aktuell beträgt der Effektivzinssatz 1,42 Prozent. Die Zinsen werden ab dem Tag der Auszahlung berechnet. Dabei gilt auch: Je höher der Kredit, desto länger die Tilgung.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

In den ersten vier Jahren nach der ersten Auszahlung sind weder Zins noch Tilgung fällig. Anschließend erfolgt die Rückzahlung, die bei 120 Euro im Monat liegt. Wiederum ist es möglich, dass der Kredit vorzeitig zurückgezahlt wird, ohne dass dabei zusätzliche Kosten entstehen können. Sollten Sie noch einen weiteren Bildungskredit haben, so können Sie auf ein Gesuch die Rückzahlung vorerst aussetzen. Wiederum sind für diesen Kredit keine Sicherheiten vonnöten, ein Schufa Eintrag stellt kein Hindernis dar. Neben einer Kombination mit BAföG-Geld ist außerdem auch parallel ein KfW-Studienkredit möglich.

Ein Kredit für die Ausbildung direkt von der Bank

Wir haben uns nun mit den Förderprogrammen von Staat und von einer Förderbank beschäftigt, die übrigens die größte nationale Förderbank der Welt ist. Doch was bieten eigentlich die Geldinstitute selbst? Gibt es Möglichkeiten, einen Kredit für die Ausbildung bei einem Geldinstitut zu beantragen? Natürlich gibt es auch diese Möglichkeit. Diese Modelle werden als Studienkredite bezeichnet. Nun gibt es zwei verschiedene Modelle. Das erste Modell besagt, dass das Geldinstitut mit der KfW kooperiert. Das soll heißen, dass Sie im Endeffekt den schon vorgestellten Studienkredit oder aber Bildungskredit erhalten und Ihre Hausbank als Mittelsmann fungiert hat. Als zweites Modell gibt es natürlich auch eigene Produkte von Geldinstituten, etwa den Sparkassen und der DKB. Sie sollten bei der Höhe des Ausbildungskredits darauf achten, die Summe richtig zu planen. Berechnen Sie die Raten am besten mit einem Finanzierungsrechner: http://www.kreditvergleich.net/finanzrechner/finanzierungsrechner/

Was müssen Sie bei Angeboten von Geldinstituten beachten?

vergleich studienkredit

Vergleichen Sie die Angebote für Studienkredite !

Sie werden schnell feststellen, dass es einen Unterschied zum Staat und der Förderbank gibt. Banken sind daran interessiert Profit zu generieren, nicht unbedingt, dass sich der Bildungsstandard in Deutschland verbessert. Das heißt, dass Sie ein besonders großes Auge auf die Konditionen werfen müssen. Diese fallen in den meisten Fällen schlechter aus als bei den Produkten, die wir Ihnen bereits vorgestellt haben. Es ist jedoch nicht zu vergessen, dass nicht jeder Verbraucher die Chance auf eine BAföG-Förderung hat. Alter, Studienzeit oder noch weitere Faktoren können dazu führen, dass der Antrag abgelehnt wird. In diesem Fall ist ein herkömmliches Geldinstitut kein schlechter Ansprechpartner. Beachten Sie jedoch dabei, dass es Regelungen seitens des Gesetzgebers gibt, beispielsweise was die Höhe des Kredits betrifft.

Im Gegensatz zu den vorgestellten Produkten ist es hierbei möglich, dass Sie nicht nur monatliche Raten erhalten, sondern eine große Summe auf einmal ausgezahlt bekommen. Doch auch hier ist anzumerken, dass Studiengänge im Ausland selten finanziert werden. Wenn Sie als Deutscher in Österreich eine Hochschule besuchen wollen, so ist das in den meisten Fällen kein Problem. Wollen Sie aber beispielsweise nach Südamerika, könnte das zu Problemen führen. Diese Unklarheiten müssen mit der Bank unbedingt abgesprochen werden.

Wo liegen die Nachteile?

Wie schon erwähnt, geht es dabei nicht unbedingt um das Wohl des Auszubildenden. Geben Staat und Förderbank dem jungen Verbraucher ausreichend Zeit, um nach der Hochschule Fuß zu fassen und somit einen vernünftigen Job zu suchen, wollen herkömmliche Geldinstitute in den meisten Fällen bereits umgehend nach der Hochschule die Rückzahlung in Angriff nehmen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, welchen Job Sie verfolgen bzw. ob Sie überhaupt einen Job haben. Des Weiteren sind die Kosten für das Darlehen wesentlich höher anzusiedeln. Wer sich mit Studienkrediten von Banken schon einmal beschäftigt haben sollte, dürfte auch schon die eine oder andere Geschichte aus Amerika vernommen haben. Studenten, die nach der Ausbildung eine x-beliebige Stelle annehmen mussten, um das Darlehen tilgen zu können. Machen Sie deshalb einen Vergleich der Angebote. Überlegen Sie sich sehr gut, ob Sie diese Verantwortung tragen können. Viele Experten empfehlen deshalb, dass eine andere Lösung angestrebt werden sollte und Geldinstitute nur als eine Notlösung wahrzunehmen sind.

Was ist ein Studienbeitragsdarlehen?

Ganz am Anfang des Artikels ist der Hinweis erfolgt, dass Bildung umsonst bzw. nicht allzu teuer ist. Im Zuge dessen müssen natürlich die Studiengebühren Erwähnung finden, auch wenn wieder eine Entwicklung weg von den Gebühren stattfindet. Diese können schließlich zwischen 300 und 800 Euro im Semester ausmachen. Für Studenten, die nebenher arbeiten müssen und nicht durch die Eltern finanziert werden, ist das ein Problem. Wenn diese nicht helfen können, sind oftmals Geldinstitute oder Förderprogramme eine Lösung. Das Studienbeitragsdarlehen ist dafür gedacht, dass die Studiengebühren durch ein Geldinstitut vorgestreckt werden. Nach Beendigung des Studiengangs erfolgt die Rückzahlung. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie während der Ausbildung nicht zu viele Schulden anhäufen.

Welche Alternativen gibt es noch?

Im Endeffekt haben wir in diesem Artikel nun alle Möglichkeiten abgedeckt, die für die Finanzierung einer Ausbildung geeignet sind. In der Regel sollten jedoch die Eltern die ersten Ansprechpersonen sein. Außerdem gibt es noch die Chance der Stipendien. Dafür müssen Sie jedoch gute bis sehr gute Leistungen erbringen, um auf eine solche Förderung spekulieren zu können. So gibt es Stipendien, die für einen bestimmten Studiengang sind oder aber auch welche, die fachübergreifend agieren. Die Unterstützung kann bei sehr guten Stipendien 500 Euro pro Monat und mehr erreichen. Im Endeffekt steigert sich die Summe, umso weiter Sie im Studiengang kommen. Befinden Sie sich in einem Master oder einer Promotion, können die Förderungen auch die 1.000 Euro im Monat überschreiten. Leistung zahlt sich in einem jeden Fall aus.